Diese fünf Kreditarten gehören zu den beliebtesten Finanzierungen

By | 12. Juli 2018

Im Leben gibt es unterschiedliche Situationen und Lebensbedingungen, die eine Finanzierung durch ein Kreditinstitut erfordern. Dazu haben Konsumenten unterschiedliche Möglichkeiten, die in ihren individuellen Konditionen und Abläufen, auf den Zweck des Geldbedarfs ausgerichtet sind.

Wann macht ein Dispokredit Sinn?

Viele kennen den Dispokredit von ihrem Giro- bzw. Gehaltskonto. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um den finanziellen Spielraum, der im Zusammenhang mit dem Konto durch die Bank gewährt wird. Aus diesem Grund wird er auch Überziehungskredit genannt. Dabei kann der Kontoinhaber so lange Geld von seinem Konto beheben oder überweisen bis der Dispo ausgeschöpft ist. Der Vorteil ist rasch gefunden, denn diese Form der Finanzierung ist sehr unkompliziert in seiner Anwendung und wird meist schon im Rahmen der Kontoeröffnung festgelegt. Als Nachteil müssen die vergleichsweise hohen Zinsen dieser Finanzierungsform genannt werden, die sich außerdem jederzeit ändern können. Damit hat der Kontoinhaber keinerlei finanzielle Planungssicherheit.

Wozu gibt es den Sofortkredit?

Der Sofortkredit, der meist auch als Onlinekredit bezeichnet wird, wird ausschließlich im Internet angeboten und punktet mit seiner raschen Verfügbarkeit. Aufgrund einer fehlenden Beratung vor Ort und der Tatsache, dass Direktbanken kein Filialnetz haben, sind diese Finanzierungen meist sehr günstig. Zudem gibt es keinerlei Zweckbindung, sodass diese Kreditform für die unterschiedlichsten Finanzierungen wie neues Auto, moderner Kühlschrank oder den Traumurlaub verwendet werden kann. Die Vorteile sind rasch gefunden, neben den günstigen Zinsen dieser Finanzierung erfolgt die Abwicklung zwischen Antragstellung und Auszahlung auf das Kundenkonto innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes. Meist ist die Finanzierung innerhalb weniger Tage genehmigt und ausbezahlt. Als Nachteil muss gelten, dass ein Sofortkredit ein hohes Maß an Eigenverantwortung seitens des Kreditnehmers benötigt. Immerhin gibt es keinen Bankberater, mit dem Tilgungspläne oder die sinnvolle Darlehenshöhe besprochen und abgestimmt werden kann. Wichtig bei diesen Finanzierungen ist zudem, dass das Kleingedruckte im Darlehensvertrag hinsichtlich der exakten Zinshöhe und der Verrechnung etwaiger Gebühren genau gelesen wird.

Welche Vorteile bietet der Kredit ohne Schufa?

Wer negative Schufa-Einträge hat oder bereits einige Kredite abgeschlossen hat, tut sich schwer, weitere Finanzierungen zu erhalten. Ein Ausweg wäre einen Kredit trotz negativer Schufa aufzunehmem. Das sind dann sogenannte Kredite ohne Schufa, bei denen die Schufa-Akte des Verbrauchers vor der Genehmigung des Kreditantrages nicht abgefragt wird. Meist sind es ausländische Banken und Finanzinstitute, die diese Form der Finanzierung anbieten. Das heißt aber nicht, dass ein Kredit trotz negativer Schufa leichtfertig gewährt wird. Ganz im Gegenteil gelten meist sehr strenge Annahmekriterien, vor allem ein bestimmtes Mindesteinkommen des Kreditnehmers. Damit sichert sich das Finanzinstitut gegen etwaige Zahlungsausfälle im Vorfeld ab. Wichtig ist dabei nicht nur die Höhe des monatlichen Einkommens, sondern auch, dass das Arbeitsverhältnis ein unbefristetes ist.

Zu beachten ist, dass bei schufafreien Krediten die verrechneten Zinsen meist höher sind als bei traditionellen Ratenkrediten. Oftmals liegt das Zinsniveau im zweistelligen Bereich und übersteigt damit sogar die teuren Dispozinsen beim Girokonto. Auch die Tatsache, dass weder Laufzeit noch die monatliche Rückzahlungsrate durch die Bank festgelegt wird und nicht in Absprache mit dem Konsumenten erfolgt, ist oft nachteilig.

Wofür braucht man einen Wohnkredit?

Kommt das eigene Zuhause in die Jahre und sind Modernisierungen oder Renovierungen notwendig, sehen sich viele Eigenheimbesitzer finanziell überfordert. Die Lösung bietet ein Wohnkredit, der genau solche Maßnahmen finanziert, wobei der übliche Betrag meist zwischen 500 Euro und 50.000 Euro liegt. Die Laufzeit beträgt meist zwischen einem und zehn Jahren. Zu beachten ist, dass der Wohnkredit nicht als Finanzierung für den Wohnraum selbst verwendet werden kann. Diesbezüglich ist bei diesem Ratenkredit eine Zweckbindung vorgesehen. Das heißt, der Kunde muss das Geld, das er vom Finanzinstitut erhält, gänzlich für einen vorher vereinbarten Zweck verwenden. Dies ist der Bank durch Vorlage der entsprechenden Kostenvoranschläge oder Rechnungen nachzuweisen.

Ein Wohnkredit hat den Vorteil, dass die Konditionen meist deutlich günstiger sind als bei normalen Ratenkrediten. Das bezieht sich nicht nur auf den Zinssatz, sondern auch auf die Flexibilität hinsichtlich der Rückzahlung. Viele Banken bieten hier während der normalen Laufzeit die Möglichkeit zur kostenlosen Sondertilgung ebenso wie zu Ratenpausen oder zur Volltilgung. Wird während der Finanzierung weiterer Geldbedarf notwendig, kann der Wohnkredit meist entsprechend angepasst werden, ohne dass deswegen zusätzliche Gebühren oder Zinsaufschläge verrechnet werden. Abgesehen davon ist es nicht üblich, dass Wohnkredite durch Grundpfandrechte wie Hypotheken oder Grundschulden abgesichert werden. Die Gewährung erfolgt ausschließlich über die selben Kriterien wie bei einem normalen Bankdarlehen. Damit ist klar, dass Verbraucher, deren Immobilie bereits durch eine Baufinanzierung belastet ist, zusätzliches Geld von der Bank für notwendige Arbeiten am Eigenheim bekommen können.

Wie funktioniert ein Autokredit?

Egal ob jemand das Auto für den täglichen Weg in die Arbeit und retour benötigt oder ob sich ein Autofan sein Lieblingsfahrzeug leisten möchte – mit einem Autokredit wird beides einfach möglich. Dabei handelt es sich nicht um einen herkömmlichen Kredit bei der Hausbank, mit der das neue Kfz finanziert wird. Vielmehr geht es dabei darum, dass Autohäuser oder Autohändler in Kooperation mit herstellergebundenen Autobanken die Fahrzeuge finanzieren. Diese Angebote der Hersteller und Händler punkten meist mit sehr günstigen Konditionen, wobei manchmal sogar Null-Prozent-Finanzierungen geboten werden. Diese besonderen Offerte gelten zwar häufig nur für bestimmte Modelle oder Ausstattungen bzw. sind an einen begrenzten Aktionszeitraum gebunden.

Häufig sind diese Autokredite mit einer Anzahlung auf den Fahrzeugpreis verbunden. Wer über kein Barvermögen verfügt, tut sich deshalb mit diese Form der Finanzierung schwer. Abgesehen davon laufen vor allem Null-Prozent-Finanzierungen meist über eine ganz explizit angeführte Bank, die mit dem Händler in Verbindung steht. Diese möchte natürlich am Autokauf mit verdienen. Der Verdienstentgang durch die niedrigen Zinsen werden oft durch einen höheren Kaufpreis des Fahrzeugs ausgeglichen. Umgekehrt wird gerade bei Autofinanzierungen oft mit dem Argument geworben, dass der Konsument beim Händler einen Barzahlerrabatt in Anspruch nehmen kann. Immerhin wird die benötigte Kreditsumme für den Autokauf innerhalb kurzer Zeit aufgebracht, womit der Käufer anschließend quasi beim Händler bar bezahlen kann. Damit kann er die damit verbundenen Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Allerdings muss im Vorfeld bei einer Händlerfinanzierung eine Anzahlung geleistet werden, was bei einem normalen Autokredit wegfällt. Denn dieser basiert immer auf einer kompletten Finanzierung des Kaufpreises für das Fahrzeug und kommt auf lange Sicht gesehen günstiger als individuelle Händleraktionen. In jedem Fall lohnt es sich, im Vorfeld des Autokaufs die einzelnen Angebote genau zu vergleichen.

Bildquelle: pixabay.com

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