Kredit für Zeitarbeiter und Leiharbeiter

Zeitarbeiterkredit, ein nicht ganz unmögliches Projekt

Das Auto ist kaputt, oder die Waschmaschine, oder der nächste Urlaub will bezahlt werden. Normalerweise hilft dann schon mal ein Gang zur Hausbank, damit diese mit einem Kredit aushilft. Aber es gibt eben auch Personengruppen für die ist das dann trotz ausreichendem Einkommen nicht so einfach oder gar unmöglich. Zu diesen Personengruppen gehören in vielen Fällen Leiharbeiter, also Arbeitnehmer die in Firmen nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz eingesetzt werden. Diese sind für Banken keine sicheren Kreditnehmer, weil die Arbeitsverträge oft nach ausgelaufenen Einsätzen wieder gekündigt werden. Dass Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, kurz AÜG, sieht eine Höchstdauer von unter 2 Jahren für einen Einsatz vor. Da die meisten Kredite deutlich länger laufen, ist ein sicheres Einkommen in dieser Situation also nicht garantiert. Aus diesem Grunde sehen viele Banken davon ab, Zeitarbeitern einen Konsumentenkredit einzuräumen.

Dispositionskredit und geduldete Überziehung

Anders sieht das allerdings beim Dispositionskredit, dem sog. Dispo aus. Hier sind die Banken oft bereit einzuspringen, da der Dispo mit einer deutlich kürzeren Frist gekündigt werden kann. In dieser kurzen Frist liegt dann aber auch die Gefahr eines solchen Kredits. Hier ist keine Mindestrückzahlung vorgesehen, und das Konto könnte, solange ein Einkommen besteht, durchaus ewig im Soll weiterlaufen. Das ist für den Kreditnehmer einerseits praktisch, andererseits ist ein solcher Kredit immer mit hohen Kosten verbunden. Wenn es also nur eine kurzfristige Inanspruchnahme ist, dann kann man einen solchen Dispositionskredit in Anspruch nehmen, als Dauerlösung empfiehlt sich das nicht, da man im Laufe weniger Jahre schnell ein Vielfaches des ursprünglich geliehenen Betrages an die zurückzahlt. Die Zinsen orientieren sich hier zwar an den Zinsen für einen Ratenkredit, das bedeutet aber lediglich, dass sie sinken wenn auch die Kreditzinsen sinken und steigen, wenn die allgemeine Zinssituation ansteigt. Leiharbeiter,Zeitarbeiter

Noch höher wird normalerweise nur noch eine geduldete Überziehung verzinst. Diese geduldete Überziehung wird allerdings jeden Monat mit dem Einkommen verrechnet und man muss die Bank dann bitten, das Konto noch einmal überziehen zu dürfen, wenn es notwendig ist. Aber für geringere Beträge, die sich in einer Zahlung zurückführen lassen ist dies ein gangbarer Weg, in dem man nicht Gefahr läuft, sich zu überschulden.

– Kurze Kündigungsfrist für beide Seiten
– Hohe Verzinsung
– Gefahr der dauerhaften Verschuldung

Ratenkredite und Finanzmakler

Ein Ratenkredit ist für Leiharbeiter schwer zu bekommen, aber wenn es wirklich sein muss, dann ist der erste Weg immer die Hausbank. Auch wenn sie manchmal nicht der Wunschkreditgeber ist, weil beispielsweise die Konditionen etwas höher sind. Aber es ist noch schwerer eine Bank mit einer Bank ein reines Kreditgeschäft einzugehen, wenn dort das Risiko schlechter abgeschätzt werden kann. Das kann normalerweise die Hausbank am besten, besonders wenn man dort schon lange bekannt ist. Bei einem Blick auf ihren Umsatzverlauf kann der Bankberater ihrer Hausbank erkennen, ob sie in der Lage sind ein Darlehen auch zurückzuführen. Er erkennt, ob es Zeiten von Arbeitslosigkeit gab, oder ob der Leiharbeiter lückenlos beschäftigt war. Im letzteren Fall kann es doch zu einer Gewährung eines Darlehens kommen, aber das Risiko wird trotzdem höher eingestuft als bei einem festangestellten Mitarbeiter, da das Risiko einer plötzlichen Kündigung trotzdem besteht. Dies äußert sich dann vor allen Dingen in einer höheren Verzinsung. Wenn also ein Kredit für einen Zeitarbeiter genehmigt wird, dann ist dieser teuer, auch aus diesem Grund muss ein solcher Vertrag gut überlegt sein. Jeder Interessent sollte außerdem darauf achten, dass bei der Abfrage der Schufa durch die Bank nur der allgemeine Scorewert abgefragt wird, und nicht eine komplette Anfrage für einen Kredit eingetragen wird. Wenn der Sachbearbeiter den Kredit nämlich schon aufgrund des Arbeitsvertrages als Leiharbeiter ablehnt, wird der Schufascorewert damit unnötig belastet. Dies kann bei einer weiteren Anfrage bei einer anderen Bank dazu führen, dass dann kein Kredit vergeben wird. Gerade wenn die Bonität aufgrund der Arbeitsplatzsituation auf tönernen Füßen steht, sind solche Kleinigkeiten unbedingt zu beachten.

Bei der Recherche im Internet bieten sich oft auch Kreditvermittler, oder Finanzierungsmakler an, die einen Kredit für Zeitarbeiter vermitteln können. So zumindest das Versprechen. Diese Angebote sind nur in seltenen Fällen seriös. Für viele Banken sind diese Vermittler unerwünscht. Sie erhöhen sehr oft den notwendigen Darlehensbetrag, da ihre Vergütung in vielen Fällen vom Kreditnehmer mitgetragen werden muss. Solche Finanzmakler sind weiterhin oft vor allen Dingen Verkäufer von Versicherungen, so dass es auch sein kann, dass der Interessent hinterher eine Vermittlungsgebühr für den einen Kredit bezahlt hat, der gar nicht erst bewilligt wurde und weiterhin eine Menge Versicherungsverträge bedienen muss, weil die Abwicklung der “Kreditanfrage” so lange gedauert hat, dass die Verträge nicht mehr gekündigt werden können. Hier muss man also nicht nur als Leiharbeiter auf der Hut sein.
Auf der positiven Seite steht hier, dass es bei seriösen Maklern auch Anfrage an Institute aus dem europäischen Ausland geben kann. Diese sind häufiger bereit, Kredite an deutsche Arbeitnehmer zu vergeben. Sie verlangen allerdings oft eine Abtretung des Einkommens in Höhe der Kreditrate, die auch zum Tragen kommt, wenn der Kreditnehmer mit der Rückzahlung nicht nachkommt.

– Finanzmakler oft unseriös
– Niemals in Vorleistung gehen
– Seriöse Vermittler beziehen ihre Vergütung oft vom kreditgebenden Institut
– Vorsicht bei vorgelegten Versicherungsverträgen

Alternative Optionen aus dem Internet

Aber das Internet bietet auch Optionen an, die durchaus einen weiteren Blick wert sind. Für kleinere Beträge beispielsweise lohnt sich ein Blick auf Onlinedienste wie Cashper oder Cashpresso. Diese beiden Dienste unterscheiden sich deutlich, auch wenn die ähnlich klingenden Namen das erstmal nicht vermuten lassen. Cashper ist ein bisschen einfacher in der Handhabung, hier werden aber nur Beträge bis 600 Euro verliehen, die mit einem kurzen Zahlungsziel von maximal 30 Tagen zurückgeführt werden müssen. Dafür wird hier nur ein kurzer Nachweis über ein Einkommen benötigt, und eine kurze Legitimation via Internet, dann kann es auch schon losgehen. Wie hoch der Betrag ist, der geliehen werden soll entscheidet der Kunde selber. Der Höchstbetrag liegt bei 600 Euro. Das Zahlungsziel kann ebenfalls selber bestimmt werden, liegt aber bei einer Höchstdauer von 30 Tagen. Innerhalb dieser Zeit muss das Cashper-Konto dann auch ausgeglichen sein, dann steht einer erneuten Anfrage nichts im Wege. Cashper ist unkompliziert und auch für Leiharbeiter zu bekommen, wenn es also nur ein kurzfristiger oder sehr dringender Bedarf ist, dann lohnt sich ein Blick auf diesen Service.
Cashpresso ist ein ähnlicher Service, allerdings sind hier die möglichen Beträge deutlich höher und es wird strenger geprüft als bei Cashper. Auch hier muss kein Arbeitsvertrag vorgelegt werden, so dass es für Leiharbeiter und andere potentiell problematische Kreditnehmer hier möglich ist, ein Darlehen zu bekommen. Hier wird allerdings die Schufa eingeschaltet und es muss ein Kontoauszug der letzten 30 Tage vorgelegt werden, damit Cashpresso bei der Bearbeitung der Kreditanfrage einen sog. Haushaltsplan erstellen kann.
Die Rückzahlung des geliehenen Betrages ist bei Cashpresso allerdings sehr komfortabel. Hierbei handelt es sich eigentlich um ein richtiges Kreditkonto. Bis zu einem vereinbarten Höchstbetrag kann der Kunde das Geld jederzeit abrufen. Die Rückzahlung erfolgt flexibel und muss immer mindestens 3% des Saldos betragen. Das ist bequem, wenn das Einkommen -wie bei Leiharbeitern üblich- ein bisschen schwankt. Allerdings gilt Cashpresso als sehr streng bei der Prüfung des Haushaltseinkommens und hier gibt es keinen Verhandlungsspielraum. Aber bei einem Höchstbetrag von 3000 Euro lohnt es sich, auch dieses Angebot bei Bedarf näher zu überprüfen.

– Unkomplizierte Abwicklung
– Hohe Gebühren
– Keine persönlichen Ansprechpartner
– Hohe Genehmigungsrate

Fazit

Insgesamt ist es schwer, als Leiharbeiter einen Kredit zu bekommen. Banken vergeben nicht gerne Kredite an Menschen mit unsicherem Einkommen, und in Zeiten in denen die Kreditinstitute auch aufgrund der schwierigen Zinssituation nicht mehr so viel an den Darlehen verdienen, ohnehin nicht. Bei der Suche nach passenden Alternativen kann man allerdings fündig werden

– Bei Onlinediensten wie Cashper oder Cashpresso
– Manchmal bei Finanzmaklern oder Kreditvermittlern
– Manchmal auch bei der Hausbank

Welches die individuell beste Lösung ist, muss jeder Kreditinteressent für sich selber festlegen. Hier gibt es kein Patentrezept. Aber immer sollten alle Möglichkeiten abgewogen werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Denn egal ob man einen Kredit von der Hausbank bekommt, oder ob er durch einen Vermittler genehmigt wird, er muss hinterher zurückgezahlt werden. Und jeder Zeitarbeiter kennt natürlich seine eigene Arbeitsplatzsituation am besten und kann als einziger diese Entscheidung wirklich treffen.

Bildquelle: pixabay

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