Wie Kunden mit einer Kreditkarte sicher bezahlen

By | 11. Oktober 2017

Kreditkarten stellen online und offline ein beliebtes, da praktisches Zahlungsmittel dar. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt auf das Verfahren und das Nutzungsverhalten an. Die Kreditkarten-Dienstleister haben in den letzten Jahren einige Verbesserungen vorgenommen.

Der Online-Einkauf mit Kreditkarte

Beim Online-Shopping fragen die Shops die Kartennummer, die Prüfnummer sowie das Verfallsdatum ab, erklärt das Finanzportal KreditkartenVergleich.com. Mit einem oder zwei dieser Angaben können Kriminelle, die sie auf unterschiedlichem Weg erlangt haben, nichts anfangen. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit des Missbrauchs. Allerdings besteht die Gefahr, dass sie zum Beispiel mittels Phishing alle drei Daten erbeuten. Zudem stehen sie auf der Kreditkarte, mittels Diebstahl der Karte können sie diese ebenfalls für Käufe im Namen des Opfers verwenden. Die gute Nachricht für Verbraucher: Sie können einer missbräuchlichen Verwendung widersprechen, das Geld bekommen sie zurück. Das bedeutet aber erstens Aufwand. Zweitens besteht die Gefahr, eine Abbuchung zu übersehen und die Widerspruchsfrist zu verpassen.



Zusätzliche Sicherung über die Bank

Deswegen empfehlen sich die Weiterentwicklungen Verified by Visa und MasterCard SecureCode. Bei diesen Verfahren geben die Nutzer ebenfalls ihre Kreditkartendaten im Webshop an, danach werden sie jedoch zu ihrem Onlinebanking weitergeleitet. Dort tippen sie ein Passwort ein und beantworten gegebenenfalls eine Sicherheitsfrage. Von diesen Daten erfährt der Händler nichts. Stimmen die Eingaben, informiert die Bank automatisiert den Shop über die erfolgreiche Zahlung. Dieses sichere Verfahren ermöglichen mittlerweile viele Institute, Kunden können sich mit minimalem Aufwand dafür anmelden. Bei einem Vergleich der Banken sollten Verbraucher darauf achten, dass sie dieses Verfahren offerieren.

Sicherheitsmerkmale auf der Karte

Auch bei der Nutzung in Ladengeschäften sowie am Geldautomaten bestehen Gefahren. Diesen begegnen die Dienstleister mit verschiedenen Sicherheitsmerkmalen, die sie in den Plastikkarten integrieren. Diese sollen verhindern, dass Betrüger Kreditkarten fälschen. An einem Hologramm, einem dreidimensionalen Bild, lässt sich zum Beispiel die Echtheit einer Karte erkennen. Dieses lässt sich nur schwer nachmachen. Das Gleiche gilt für die Hochprägung der Aufschrift. Für den Unterschriftsstreifen verwenden die Hersteller besondere Materialien, sodass sich dieser Bereich ebenfalls kaum manipulieren lässt. Ein wichtiger Fortschritt stellt der EMV-Chip dar, zuvor diente ausschließlich der Magnetstreifen dem Datenaustausch. Die Daten auf dem EMV-Chip sind verschlüsselt, während sich der Magnetstreifen leicht duplizieren lässt.


Diese Sicherheitstipps sollten Verbraucher beachten

Die beste technische Absicherung bringt nichts, wenn Nutzer fahrlässig vorgehen. Sie sollten beispielsweise ein aktuelles Anti-Viren-Programm auf dem Computer haben und dürfen nicht auf Phishing hereinfallen. Eine Bank fordert niemals per E-Mail auf, sensible Daten zurückzuschicken. Dabei handelt es sich immer um Betrug. Zudem verschlüsseln seriöse Händler die Datenübertragung: In diesem Fall beginnt die Webadresse mit https. Kunden sollten unter anderem die Karte sofort nach einem Verlust sperren lassen.

Bildquelle: pixabay.com

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