By | 14. März 2018

SCHUFA ist eine Abkürzung für “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Im Jahre 1927 gegründet, soll sie nach wie vor die Kreditgeber vor zukünftigen finanziellen Ausfällen sowie die Kreditnehmer vor einer persönlichen Überschuldung schützen. In diesem Zusammenhang speichert die SCHUFA eine Vielzahl personenbezogener Daten, wie zum Beispiel den Namen und die Adresse, das Geburtsdatum, verschiedene Kontoinformationen sowie auch das Vorhandensein von Leasingverträgen, Kreditkarten, Bürgschaften und anderes mehr. Neben diesen Informationen, die die SCHUFA von ihren jeweiligen Vertragspartnern erhält, fließen ebenso Details zu bestehenden Eidesstattlichen Versicherungen sowie Einträge in amtsgerichtlichen Schuldnerverzeichnissen in die Kalkulation ein.

Schufaauskunft und Bonität

Aus all diesen Informationen ermittelt die SCHUFA nach festgelegten Verfahren die individuelle Kreditwürdigkeit, auch bezeichnet als Bonität. Die Bonität bemisst sich anhand verschiedener Kategorien, den sogenannten Scores, die eine Vergleichbarkeit und Einordnung der Kreditwürdigkeit des einzelnen Antragstellers gewährleisten. Nach bestimmten Ablauffristen werden diese gespeicherten Informationen seitens der SCHUFA jedoch ebenfalls wieder gelöscht: Details zu Kreditkarten und Girokonten beispielsweise schon im Anschluss an die entsprechende Kontoauflösung, Kreditinformationen hingegen haben drei Jahre, gerechnet ab dem Jahr der jeweiligen Rückzahlung, Bestand. Schufaauskünfte verschaffen Seriosität Täglich werden etwa 300.000 Auskünfte durch die SCHUFA erteilt. Ein gängiger Vorgang ist die sogenannte Schufaauskuft unter anderem im Vorfeld der Kreditvergabe. Während unverändert Kreditvermittler existieren, die mit Darlehen „ohne SCHUFA“ werben, greifen seriöse Anbieter zumindest bis zu einem gewissen Grad auf die Daten der SCHUFA zurück, um sich selbst vor wirtschaftlichen Risiken und den Antragsteller vor einer weiteren Verschlimmerung seiner finanziellen Situation zu bewahren.

Hierbei gibt es durchaus Abstufungen, so werden gemeinhin bei Haus- und Grundstücksfinanzierungen deutlich höhere Ansprüche an die Bonität des potenziellen Kreditnehmers gestellt als dies zum Beispiel bei sogenannten Mikrokrediten mit vergleichsweise geringer Kreditsumme der Fall ist. Die Logik hinter dieser Vorgehensweise: Während größere Summen in der überwiegenden Anzahl der Fälle über viele Jahre hinweg zurückgezahlt werden, werden Kurzzeitkredite in geringerer Höhe normalerweise bereits nach wenigen Wochen oder Monaten fällig. Je kürzer die Laufzeit und je geringer die Kreditsumme, desto niedriger wird auch das Ausfallrisiko kalkuliert.

Schufaauskunft kann jeder beantragen

Die Schufaauskunft wird in den Kreditverträgen üblicherweise im Rahmen der sogenannten SCHUFA-Klausel geregelt. Wird diese akzeptiert, erhält der Vertragspartner die Erlaubnis, eine Schufaauskunft über den Antragsteller einzuholen. Diese Möglichkeit steht neben Kreditinstituten auch weiteren Unternehmen, die andernfalls ein wirtschaftliches Risiko zu tragen hätten, offen – zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistern. Hierfür muss eine Vertragspartnerschaft zwischen dem anfragenden Unternehmen und der SCHUFA bestehen. Es können jedoch nicht nur Unternehmen eine Anfrage bei der SCHUFA stellen, sondern auch Privatpersonen erhalten im Rahmen einer Selbstauskunft Informationen. Diese SCHUFA-Bonitätsauskunft ist kostenpflichtig und direkt bei der SCHUFA zu beantragen.

 

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